Queenslands Outback
Das Queensland Outback verkörpert alles, was sich Individualisten und Abenteurer von einem Australienurlaub erträumen. Rötliche Felslandschaften, exotische Tiere, malerische Sonnenuntergänge, Lagerfeuerromantik und endlose Weiten.
Der Nordwesten – ein urzeitliches Eldorado für Entdecker
Wer sich für Dinosaurier, Fossilien und die Kultur der australischen Ureinwohner interessiert, kommt hier ganz auf seine Kosten. Ein absolutes Highlight sind die Riversleigh Fossilfields bei Mont Isa mit dem weltweit größten Fossilienvorkommen. Auf über 10.000 Hektar gibt es riesige Dinosaurierfußabdrücke, Überreste von unbekannten Tierarten, Höhlenmalereien und urzeitliche Artefakte zu bestaunen. Lohenswert ist auch ein Besuch des Riverleigh Fossil Center und des Kronosaurus Korner in Richmond. Zwischen schroffen Bergketten und versteckten Seen laden Bergarbeiter-Touren im wahrsten Sinne des Wortes nach „Down Under“ ein. In Hugheden findet jährlich im August das berühmte Dinosaur Festival statt – inklusive kurioser Echsen- und Kakerlakenwettrennen.
Central West – pure Cowboyromantik und unverfälschte Wildnis
Hier ist die Welt des waschechten Stockman – dem australischen Pendant zum Cowboy. Die Gegend ist wie geschaffen für Campingausflüge und nostalgische Abende am Lagerfeuer, am besten mit einem „Bush Tucker“, der Anekdoten zum Besten gibt. Auch das beliebte „Four-Wheel-Diving“ quer durchs Land vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Einen guten Überblick über die Geschichte und Besiedlung des Kontinents bietet die Stockman’s Hall of Fame mit dem Outback Heritage Centre in Longreach. Die Museen, Galerien und Büchereien huldigen den Pionieren des Outbacks. Außerdem befindet sich in Longreach auch das Quantas Founders Museum zu Ehren der zweitältesten Fluggesellschaft der Welt. Im Idalia Nationalpark erleben Naturliebhaber die einzigartige Fauna Australiens mit den landestypischen Tierarten wie Felsen-Wallabies und Känguruhs. Auf dem Programm sollte ebenfalls ein Abstecher nach Winton eingeplant werden. In dieser geschichtsträchtigen Stadt schrieb Banjo Petersen 1895 das heimliche Nationallied der Australier: Waltzing Matilda!
Der Südwesten – von Schatzsuchern zu Birdwatchern
Dieser Teil des Outbacks beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Hier sollten sich Besucher das „Birdwatching“ keinesfalls entgehen lassen. Idealer Ausgangspunkt ist der Currawynia National Park. Mit seinen Feuchtgebieten beherbergt er über 200 Vogelarten, vier spezielle Känguruhrassen und den hasenähnlichen Bilby. Birdwatcher machen sich am besten morgens oder am späten Nachmittag auf zur Vogelschau, weil die Tiere zu dieser Zeit besonders aktiv sind. Mit etwas Glück kann man im Outback sogar seine Urlaubskasse aufstocken, z. B. in der Stadt Quilpie. In einem Umkreis von 100 km werden hier Boulder Opale abgebaut. In Yowah gibt es darüber hinaus die einzigartigen Yowah Nuts, spezielle „Opal-Nüsse“, deren eisensteinhaltige Hüllen wunderschöne Opalzeichnungen beinhalten. Einheimische helfen meist gerne und geben Tipps, wo und womit man sich am Besten auf „Schatzsuche“ begibt. Wie am Ende der Welt kommt man sich hingegen in Birdsville vor, einer Stadt, die 1880 mitten in der Wüste als Station für Viehhändler und zur Zollabgrenzung gegenüber South Australia errichtet wurde. Viele berühmte Stockman sollen durch Birdsville gezogen sein. Der historische Ort versprüht auch heute noch Charme – spürbar u. a. in den legendären Pubs. Während des Birdville Horse Racing (Anfang September) platzt die Stadt aus allen Nähten. Dann reisen gut betuchte Australier vom ganzen Kontinent an, um beim berühmten Pferderennen mitzufiebern.